2013.2 Damen 1

Damen 1: Es sollte eine historische Saison werden!

Das letzte Spiel stand uns bevor und alles hing von diesem ab. “Aufsteigen, wir können noch Aufsteigen“, ging es jedem von uns durch den Kopf und in unseren Träumen waren wir schon in der BOL. Doch dieses eine Spiel mussten wir noch gewinnen und die Kampfansage der Gegner war klar: “Wir ruinieren Ost den Aufstieg!“ Die Nervosität war groß und die Stimmung schwankte zwischen: “Das schaffen wir“ und “hoffentlich geht das nicht schief“.

Aber erst ein kurzer Rückblick: Die so wichtige Saisonvorbereitung im Sommer 2012 war gestartet. Doch das versprach bei den Damen 1 erstmal nicht viel Gutes. Wir standen ohne Trainer da und versuchten, uns selbst auf die kommende Saison vorzubereiten. Dann kam unser Lichtblick: Silvia! Und sie brachte uns noch Torhüterin Natascha mit. Da wir zu der Zeit kaum einen feste Torhüterin hatten, eine große Bereicherung. Die Saison startete eher bedächtig: Es herrschte Chaos aus neuen Spielern, neuer Trainerin und keiner wirklichen Mannschaftsstruktur. Kurz gesagt, wir waren ein wilder, ungebändigter Haufen! Silvia konnte manchmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – so etwas wie uns hatte sie in ihrer langjährigen Trainerkarriere noch nicht erlebt. Trotzdem konnten wir die ersten zwei Spiele souverän gewinnen. Beim dritten Saisonspiel kippte die Leistung jedoch. Wenn wir gewannen, nur noch knapp und mühevoll, toller Handball sah anders aus. Die Kurve ging weiter nach unten, das erste Unentschieden und die ersten zwei Niederlagen folgten. Es gab ernste Gespräche und letztendlich mussten wir uns an die eigene Nase packen. Die Trainingsbeteiligung und auch die Stimmung in der Mannschaft ließen noch einiges zu wünschen übrig. Wir haben uns für den Zusammenhalt in der Mannschaft entschlossen und konnten im letzten Spiel der Hinrunde dann auch wieder einen Sieg den unseren nennen.

In der Rückrunde wollten wir angreifen - wir wollten oben mitspielen und dafür wollten wir kämpfen. An einen Aufstieg hat hier noch niemand gedacht. Dennoch gestaltete sie sich eher holprig: Nach dem ersten Sieg folgten eine Niederlage und ein Unentschieden. Silvia appellierte an unseren Kampfgeist, bis der Knoten platzte. Wir fuhren zwei Siege gegen die Tabellenführer Forstenried und SV Laim nach Hause – dennoch waren wir noch wochenlang auf dem 4 Tabellenplatz. Ein Kopf-an-Kopf Rennen hatte sich durch die eine oder andere Niederlage der Gegner eingependelt, sodass wir die Möglichkeit bekamen, mit Siegen der letzten zwei noch ausstehenden Nachholspielen, in die Bezirksoberliga aufzusteigen. Beim vorletzten Spiel ließen sich die jungen Spielerinnen von Taufkirchen nicht lumpen, doch kann man sagen, dass die Begegnung recht ausgeglichen verlief. Dank der tatkräftigen Unterstützung unserer mitgereisten Fans, konnten wir Taufkirchen mit einem hart erkämpften Sieg verlassen.

Jetzt war die Situation, mit der keiner am Anfang der Saison je gerechnet hätte, da – die Chance zum Aufstieg. Dieses eine Spiel gegen die HSG München-West musste noch gewonnen werden. Da das Hinspiel hier unentschieden ausging, war die Stimmung bis zum Spielstart verhalten. West begann stark und führte mit 1:0. Das 1:1 folgte recht schnell, welches dann allerdings auch ganze 10 Minuten so an der Anzeigetafel stehen sollte. Beide Seiten taten sich schwer,  einen Treffer zu erzielen. Jetzt mussten wir für den Aufstieg alles geben, und durch unseren Siegeswillen konnten wir mit 11:1 in die Halbzeit gehen. Doch freuen sollten wir uns noch nicht, oft schon haben wir uns nach der Halbzeit überlaufen lassen. Also hieß es, weiter kämpfen. Die West-Mädels taten sich sichtlich schwer und versuchten gegen unsere gut stehende Abwehr durchzukommen - vergeblich. Somit konnten wir nach 60 Minuten mit einem legendären 26:3 - Sieg den Einzug in die BOL feiern. Was das bedeutet, wussten wir noch nicht. Aber historisch wurde es, da es die TSV München-Ost - Damen in der gesamten Geschichte noch nie in die Bezirksoberliga geschafft haben. Damit gibt es für uns persönlich und auch den Verein ordentlich was zu Feiern. Die nächste Saison wird hart, doch wir wollen unser Ziel - die BOL zu halten – erreichen. Das sollte unser aller Motivation sein und dafür werden wir kämpfen.

Danke an alle, die uns hier tatkräftig unterstützt haben und hoffentlich noch mehr in der kommenden Saison unterstützen werden.

                                                                                                                      Jessica-Ann Becke

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