FC Bayern München : D2, 18:20 (13:11)

ZWEI PUNKTE FÜR JESSY. Nach unserem spielfreien Wochenende war es am Sonntag, 28.01. Zeit mal wieder die Handballtasche zu packen und uns zum nächsten Rückrundenspiel gegen den FC Bayern aufzumachen. Den Sieg gegen Milbertshofen im Gepäck, gleichzeitig die Erinnerungen an ein kämpferisches und hartes Hinspiel (was Unentschieden ausging) ließ uns dem Spiel mit gemischten Gefühlen entgegenblicken. Aus der Kabine gingen wir mit dem Ehrgeiz unserer schon länger kranken Jessy einen Sieg zu schenken. Das Aufwärmen starteten wir mit einigen Lockerungsübungen, die wir in einem Spezialtraining am Mittwoch einstudiert hatten. Gut gelaunt liefen und passten wir uns ein, machten die Torhüterinnen warm .. und dann ging es los. Keine Minute gespielt und wir kassierten ein Tor, setzten vorne aber gleich nach und so ging es in den ersten Minuten hin und her. Wir schafften eine 1:3 Führung, bis zur 10. Minute stand es 6:6. Keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, aber beiden war der Kampf- und Siegeswille mehr als anzumerken. Es wurde gearbeitet, in der Abwehr gesprochen, geschoben und geholfen, die Abwehr stand – die Torhüterin war wach. Eroberte Bälle wurden schnell nach vorne getragen, immer wieder war die Ansage: Zweite Welle, auf Mädels, zweite Welle. Gesagt – getan. In der 15. Minute stand es 8:7 und dann: Stillstand. Es tat sich nichts mehr. Zum Glück erging es Bayern auch nicht anders, es schien als müssten beide Mannschaften nach diesem rasanten Start mal kurz Luftschnappen. Bayern löste sich dann nach vier Minuten als erste aus dem „Koma“ und setzte wieder an. Die verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit kamen wir nicht mehr so richtig zurück ins Spiel, die Absprachen in der Abwehr stimmten nicht mehr, immer wieder konnte sich die Kreisläuferin absetzen und kam frei zum Wurf. Mit einem Halbzeitstand von 13:11 gings in die Kabine, uns allen war klar: Die zwei Tore, die sind kein Hexenwerk – hier ist noch alles offen und wir holen uns den Sieg!

Zurück aus der Kabine ging es kämpferisch weiter, wir kassierten gleich noch ein Gegentor und Bayern konnte sich ein weiteres und auch zum letzten Mal mit drei Toren absetzen. Es schien als wären wir jetzt an unserer Ehre gepackt worden, wir begannen in der Abwehr mehr zu reden, zusammen zu stehen und zu verschieben. Gleichzeitig gaben wir im Angriff nochmal richtig Gas und konnten auf ein 14:14 ausgleichen. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein: Bayern legte nach, wir aber auch. Unsere Abwehr kam jetzt richtig in Fahrt und die Bälle, die nicht geblockt oder rausgefangen werden konnten, scheiterten an unserer Torfrau Mira. Man könnte sagen es lief super, bis Minute 53 konnten wir uns auf 16:19 absetzen. Alles hätte so schön und einfach sein können, doch wer uns kennt, der weiß, dass wir es spannend eben doch ein bisschen lieber mögen ???? In der 56. Minute war Bayern bis zum 18:19 wieder rangekommen. Jetzt hieß es Nerven behalten. Martin hatte mittlerweile volle Kraft auf die Platte gestellt, der Wille zu siegen lag nebeldick in der Luft. Uns gelang ein weiteres Tor und Bayern reagierte mit einer Umstellung auf Manndeckung. Und als wäre es nicht schon aufregend genug, kassierten wir noch eine zwei-Minuten Strafe, die den restlichen Spielverlauf überdauern würde. Noch 1:07 zu spielen, Spielstand 18:20, Auszeit Martin. Klare Ansage: Keine 2 Minuten mehr! Den Ball spielen bis Zeit gepfiffen wird! Die Punkte nach Hause holen! Und diesmal kann man wirklich sagen: Gesagt – getan! Als der Schlusspfiff ertönte brach Trubel auf dem Spielfeld aus, alle Erschöpfung wurde überschwemmt von der Euphorie und der Freude dieses Spiel für uns entschieden zu haben. Zur besonderen Freude unseres Trainers konnten wir heute 7 von 7 7-Metern verwandeln. Dass er das noch erleben durfte setzte der Freude über den Sieg noch ein weiteres Krönchen auf.

Es spielten: Eva und Mira (Tor), Andrea, Claudia (1), Sonja, Evi (4/3), Isabella (1), Amelie (4/3), Sabrina, Anne (1), Silke (3), Bina und Julia (6/1).

 

 

 

 

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