Bayrische Vizemeisterschaft mC 2014/15

Die männliche C-Jugend der Ostler ist bayerischer Vizemeister. Die Mannschaft verpasste die bayrische Meisterschaft vergangene Saison nur denkbar knapp. In einem packenden Finale spielte die C-Jugend  gegen den ESV Regensburg leider nur unentschieden, durch das schlechtere Torverhältnis und der Niederlage im Hinspiel ging der Titel trotz Punktgleichheit nach Regensburg.

Doch der Reihe nach:
Eigentlich war nur für die Quali zur Landesliga gemeldet worden, doch durch herausragende Leistungen in der ersten Runde, wurde durch den 1. Platz im ersten Turnier der Sprung in die Bayernliga-Qualifikation geschafft.
In dieser traf man schon auf deutlich stärkere Gegner, doch der damals noch kleinere Kader um Nico und Vincent im Rückraum, holte auch hier einen sehr guten 2. Platz.  Dieser reichte für die Qualifikation der dritten und entscheidenden Runde.

Die 3. Runde stand unter keinem guten Stern für die junge Ostler Truppe. Trainer Jonathan musste eine Plichtveranstaltung seiner Uni besuchten,  die Mannschaft brauchte Ersatz für den Trainerposten. Es  konnte zum Glück kurzerhand Bernd Schwarzwälder verpflichtet werden, um die Jungs in die Bayernliga zu führen.

In dieser Runde traf man auch das erste Mal auf den ESV Regensburg. Nach einem packenden Turnier und zwei Siegen mit jeweils einem Tor Differenz, standen die Ostler zusammen mit Regensburg bereits als 1. und 2. und damit sicher für die Bayernliga qualifiziert fest. So wurden viele Ostler Spieler im letzten Spiel geschont und Regensburg feierte einen deutlichen Sieg und stand dann als Gruppensieger am Ende vor den Ostlern.

Während der Saisonvorbereitung hatte sich einiges getan. Mehrere Spieler schlugen ihre Zelte an der Orleanshalle am Ostbahnhof auf, unter anderem die Rückraumspieler Sandro und Hendrik, sowie Linksaußen Tim. Sie wollten die Ostler Mannschaft verstärken und zusammen eine möglichst erfolgreiche Saison spielen.

Wie erfolgreich konnte damals noch keiner ahnen.

Saisonauftakt gegen HSG Isar-Mitte:

Keiner wusste so recht wo man steht und wir mussten zudem gleich in gegnerischer Halle vor großer Kulisse antreten. Es gibt leichtere Voraussetzungen für einen Saisonauftakt. Doch die Jungs nahmen von Beginn den Kampf an und in den ersten 20 Minuten konnte sich keine Mannschaft wirklich absetzen. Die Neuen hatten sich bereits gut integriert und sorgten mit schönen Toren für einiges Staunen auf den Tribünen. Doch die entscheidende Situation sollte eine andere sein. Bei einer extrem unglücklichen Aktion verletzte sich der stärkste Spieler der HSG schwer und konnte das Spiel nicht zu Ende spielen. Durch den Schock verlor der Gastgeber für mehrere Minuten die Kontrolle und die Ostler konnten sich eine deutliche Führung herausspielen, die sie bis zum Ende nicht mehr abgaben.

Erster Rückschlag in Günzburg:

Eine Woche zuvor noch Coburg geschlagen und etwas im Höhenflug, konnte der Boden der Tatsachen nicht lange auf sich warten lassen. In Günzburg kamen die jungen Ostler nie mit den äußeren Umständen klar, sei es ein übermäßig geharzter Ball oder extrem kleinliche Schiedsrichter. So fanden sie nie zu ihrem Spiel und luden Günzburg immer wieder zu leichten Toren ein. Daher stand nach 50 Minuten die erste Niederlage und der Verlust der Tabellenführung an Günzburg fest.

Auswärts in Eibach:

Die wenigen mitgereisten Fans sahen das wohl irrste Comeback der Ostlergeschichte!
8 Minuten vor Schluss, schon fast tot, mit 20:28 im Rückstand. Doch dann machte es „Klick!“
Die Spieler waren wie ausgewechselt und die gegnerischen Fans rieben sich verwundert die Augen. Wollte in den 40 vorhergehenden Minuten nicht viel funktionieren, so war jetzt die Torflut eröffnet.
Es lief in etwa so ab: Tor Nico, Ballgewinn, Tor Sandro, Ballgewinn, Tor Hendrik, Ballgewinn….
1 Minute vor Schluss stand es nur noch 29:30 für Eibach mit Ballbesitz Ost. Nach einem Fehlwurf bekam Nico eine zweite Chance vom Kreis und verwandelte: Ausgleich!

Eibach wollte die Uhr runterlaufen lassen, ein Unentschieden retten und wurde dafür bestraft.
Ballgewinn Sandro nach einem Fehlpass, Gegenstoß, Tor! Ein verloren geglaubtes Spiel noch gedreht und einen für die Moral wahnsinnig wichtigen Sieg mitgenommen.

Rückspiel in Coburg (Einmal Zielwasser bitte):

Im Hinspiel durch gnadenlose Effektivität noch erfolgreich, fanden sich die Ostler nun auf der anderen Seite der Medaille wieder. Mit einem Rekord von 12(!) Aluminiumtreffern und weiteren vergebenen freien Würfen setzte es eine leicht vermeidbare 30:34 Niederlage und das Meisterschaftsrennen war wieder völlig offen.

Endspiel in der Festung gegen Regensburg:

Es war alles angerichtet für ein Endspiel der Superlative: 1. gegen 2.; gute Freunde abseits des Feldes; Punktgleichheit; volles Haus in der Halle am Münchner Ostbahnhof!
Die beiden besten Mannschaften der Liga trafen im letzten Saisonspiel zu einem echten Endspiel um die Meisterschaft vor ca. 300 Fans aufeinander. Und es hätte spannender nicht sein können!

Die jungen Ostler begannen sichtbar nervös und leisteten sich einige ungewohnte Leichtsinnsfehler die Regensburg eine schnelle 6 Tore Führung ermöglichten. Bis 5 Minuten vor der Pause sah es so aus als würde Regensburg den Titel ohne viel Spektakel mit nach Hause nehmen. Doch so leicht verschenkt man keine Meisterschaften. Nach und nach bissen sich die Ostler besser in die Partie und knabberten den Vorsprung der vielleicht schon zu siegessicheren Regensburger ab.
2 Minuten vor Schluss glichen die Ostler dann das erste Mal seit der 8. Minute aus und Regensburg zeigte auch in einigen Situationen langsam Nerven.

Mit der nächsten Aktion gingen wir sogar in Führung  und die Zuschauer waren kaum mehr zu halten.
30 Sekunden vor Schluss gelang Regensburg dann der Ausgleich, was einen entscheidenden Angriff der Ostler zur Folge hatte.
Man konnte sich einen einigermaßen freien Wurf erarbeiten… Außenpfosten! Vorbei!
Über ein 7-Meter würdiges Foul am Schützen hätte man diskutieren können, doch am Ende war das Unentschieden leistungsgerecht. Aus Ostler Sicht bedeutete das leider die Meisterschaft für Regensburg, da das Hinspiel mit 27:34 verloren ging.

Nichtsdestotrotz stand am Ende die erfolgreichste Saison der männlichen C-Jugend des TSV München Ost seit fast einem Jahrzehnt und diese Leistung kann man nicht genug würdigen!

Vielen Dank an alle Eltern, Fans und Helfer, dass ihr diese tolle Saison möglich gemacht habt!

Mein Dank gilt auch allen Spielern, die in diesem Jahr oft über sich hinausgewachsen sind und sich so die bayrische Vizemeisterschaft erspielt haben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit euch zusammen diese super Saison erlebt zu haben!

Jetzt gilt es diesen Weg weiter zu gehen um vielleicht in naher Zukunft wieder ein Endspiel bestreiten zu dürfen!

Jonathan Breit

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