SV-DJK Taufkirchen - M1, 30:35 (14:14)

M1 holt Big Points im Titelkampf. Ein schnörkelloses Spiel verdient einen schnörkellosen Spielbericht: Ganz ohne Floskeln. Versprochen! Es war das erwartet schwere Spitzenspiel, wobei klar war, dass die Tagesform das Spiel entscheiden würde. Aber jedes Spiel beginnt bei Null – und der Beginn für die Ostler dauerte ganze acht Minuten. Da führten die starken Taufkirchner bereits mit 4:0, ehe die Gäste zum ersten Mal einnetzten. Man könnte sagen: Für den gastgebenden Tabellen-Fünften war das ein Auftakt nach Maß! Bei Ost hingegen brannte es vor allem hinten lichterloh und der Angriff hätte zu dem Zeitpunkt nicht mal ein Scheunentor getroffen. Aber Handball ist reine Kopfsache und so ließen sich die Gladiatoren vor den gut fünf eigenen Fans nicht beirren und fanden über den Kampf ins Spiel zurück. Aus einem 2:7 wurde ein 9:10, aus dem 10:14 ein 14:14 zur Pause.

Es folgte der Pausentee, der ja meistens eher ein Pausen-Mineralwasser ist. Hier bewies Ost-Coach K. ein glückliches Händchen, als er die Abwehr umstellte und die Spieler so die Weichen für den Sieg trotz anfänglicher Schwierigkeiten stellten. Denn: Am Ende knallt die Peitsche! Ab der 40. Minute drehten die Gäste das Spiel und setzten sich auf fünf Treffer ab. Diesen Vorsprung verwalteten sie trotz zwischenzeitlicher Manndeckung souverän bis zum Abpfiff. Die ausgeglichene Tor-Statistik machte wieder mal deutlich: Der Star ist die Mannschaft! Und dann spielte auch noch der Rest der Liga für die Ostler: Die Bayern lassen im Verfolgerduell mit dem SV Anzing II erneut federn. Damit sieht die Tabelle nun wie folgt aus: Ost (25:3 Punkte) hat acht Spieltage vor Schluss fünf Zähler Vorsprung auf den FC Bayern München (20:8), sechs auf Anzing II (19:9) und sogar sieben plus den direkten Vergleich auf Unterhaching II (18:10).

Aber: Das nächste Spiel ist immer das schwerste. So geht´s am Samstag (19.30 Uhr) in der Festung gegen den Tabellen-Sechsten SV Laim um weitere wichtige Zähler im Kampf um den Titel. Jetzt müssen die Jungs weiter ihre Hausaufgaben machen, um die Sensation „Oberbayrische Meisterschaft“ wirklich zu schaffen. Man darf den Gegner nie unterschätzen: Kleine Mannschaften gibt es nicht mehr und in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Darum müssen die Ostler den Ball auch weiter flach halten und jede Partie konzentriert angehen. Leider gab es gegen Taufkirchen aber mal wieder eine Hiobsbotschaft. Spielmacher Nikola Vekic hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für den Rest der Saison aus. Wir wünschen gute Besserung und #comebackstronger!

Eine positive, wichtige Randnotiz gab es dann aber auch noch: Benjamin „the Farmer“ Tretter hatte unter der Dusche seinen ganz persönlichen Matrix-Moment. Als sein isotonisches Sportgetränk zum Opfer der Schwerkraft zu werden drohte, bliebt – Zitat – „die Zeit stehen“. Unnachahmlich rettete er den einzig wahren Energy-Drink auf diesem Planeten nicht nur vor liquider Verschwendung, sondern auch dessen gläsernes Behältnis vor der ultimativen Zerstörung. Ein Tor würde seinem Spiel aber auch gut tun.

 

 

 

 

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