TSV Übersee - M1, 18:33 (11:13)

München-Ost schlägt den TSV Übersee in fremder aber schöner Halle (Kabinen sind sehr gemütlich!) deutlich mit 18:33 (11:13).

Die Mannen der M1 fuhren am Samstagabend in Richtung Übersee. Jedes Wortspiel dazu wurde bereits gemacht und wird bewusst in diesem Artikel ausgeblendet. Wo kämen wir denn auch dahin, wenn jeder Schreiberling meint, seine geistigen Ergüsse zu publizieren - das Leben ist kein Internet!

Nicht nur die Gladiatoren in fest geschnürten Hallenschuhen nahmen die Reise in die Nähe des Chiemsees auf sich, sondern auch die mitgereiste und treue Fangemeinde war wieder einmal zahlreich unterstützend an der Seite der jungen Herren (und Robsen). Jedem Lob folgt auch ein kleiner Tadel: Trainer Karski vermied die Auswärtsfahrt, da Ihm das Geheule der Mannschaft bereits unter der Woche zu sehr aufregte. Er brauchte Erholung und schob berufliche Gründe vor – wir gönnen es Dir, David.

Das Spiel begann eigentlich relativ ausgeglichen. Den Handballern aus der Landeshauptstadt gelang es zwar regelmäßig frei vor das gegnerische Tor zu kommen, doch scheiterten allzu oft am Schlussmann von Übersee. Auch hinten war mitunter Unkonzentriertheit zu erkennen. Der Gegner kam zu leichten Torerfolgen über den Kreis oder die Außenspieler. Dennoch konnte sich die M1 zur Mitte der ersten Hälfte einen knappen aber stetigen Vorsprung erspielen. Die letzten Sekunden der ersten halben Stunde waren durchaus hart umkämpft. Waren es wirklich 30 Minuten Spielzeit? Das souveräne Schiedsrichtergespann ließ 11 Sekunden nachspielen. In diesen Sekunden gingen 2 Spieler von Ost mit Strafzeit vom Platz und der TSV Übersee konnte zwar nicht mit der Schlusssirene aber wohl in letzter (oder vorletzter … oder vorvorletzter?) Sekunde zum 11:13 Halbzeitstand verkürzen.

So versprach die erste Halbzeit eine spannende zweite Halbzeit und die Chiemgauer gingen hoch motiviert in die zweite Spielhälfte. Leider – aus Sicht von Übersee – waren die Ostler ebenso motiviert und spielten eine gnadenlose Abwehr, die es ermöglichte viele leichte Tore im Tempogegenstoß zu erzielen und selber keine hinnehmen zu müssen. Das Spiel entwickelte sich schon zu Beginn der zweiten 30 Minuten zur einseitigen Partie, da den Hausherren im Angriff kaum noch etwas Zählbares gelang. Doch auch den Spielern von München-Ost war ab und zu der Torerfolg verwehrt. Übungsleiter für Körperertüchtigung, Quentin Müller, wies bei vergebenen Torchancen sofortige Maßnahmen an. Manchen Mitspielern kennen keinen Ungehorsam und sie setzen Anweisungen prompt noch während des Spielgeschehens um: „In den Liegestützfallend!“ rief Chancenverweigerer und Rechtsaußen Ömer S. und setzte zur Empörung der grölenden Zuschauer zum Krafttraining an. Geteiltes Meinungsbild über diese Szene: „Ein absolutes No-Go und unsportlich zugleich...päh“ meint Sportlehrer und Sozialpädagoge Matze Diem und fasst sich ans Knie – gute Besserung an dieser Stelle. Eine Zuschauerin erwidert aber: „Das war die leckerste, wenn auch kürzeste Versuchung, seit es crispy-white Haselnussschnitten im ansässigen Einzelhandel gibt“.

Am Ende verzeichnet die M1 von München-Ost einen deutlichen Sieg mit 18:33 und verbucht die Punkte im Tabellentableau. Nächste Woche am Samstag um 19:30 Uhr gastiert der ESV Rosenheim in der Festung Ost und die Mannschaft will wieder eine gute Leistung abrufen und mit den Zuschauern 2 weitere wichtige Punkte feiern.

Euer, John Maynard

 

 

 

 

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