M2 - VfR Garching, 33:25 (15:14)

Die Konditionsmonster lassen die Muskeln spielen. Donnerstag, 26.01.2017, 22 Uhr. Vergnügte Spieler gehen über die schwer demolierten Körper ihrer Gegner hinweg in Richtung zweite Kabine. Dort wartet als Belohnung Speis und Trank. Die Rede ist vom Derby M2 vs. M1 des TSV München-Ost. Gefühlter Endstand: 27:1. (Torwartfehler Doege, der die Flugbahn der Balles falsch berechnet hatte). Man munkelt das René Goscinny und Albert Uderzo diese Szenen wohl im Kopf gehabt haben, als sie die Reihe: „Asterix und Obelix“ erfanden… M1-Coach Karski nach diesem Spiel: „Dann doch lieber BOL“. Am sonnigen Samstag, den 28.01.2017, traten diese jungen Götter gegen den Tabellennachbarn aus Garching an. Nur noch 9 Männer- davon 2 Torhüter und - noch viel gravierender inklusive (Spieler-)Trainer. Sie wollten sich dieser schier unlösbare Mammutaufgabe gegen 14 Garchinger stellen. Das Spiel sollte in die Historie eingehen, wie einst der furchtlose Kampf der Spartiaten gegen die Perser.

Aber auf Anfang: Das Aufwärmen der M2 glich eher dem der M3 (5 Mann laufen verwirrt durch die Halle). Bei Ost ist man halt klug - man wollte natürlich Kräfte sparen. Während Garching schon beim Aufwärmen ordentlich Gas gab – Amateure. Die Devise der Fahr-Truppe war klar: „Nach vorne konzentriert spielen, in der Abwehr stabil stehen und wenn es nicht laufen sollte, dann wechsle ich mich ein“ (Coach Fahr vor dem Spiel). Drohung oder Motivation sei dahingestellt, aber dieser Satz fuhr durch die Glieder jedes einzelnen Spielers. Denn das wollte man den Zuschauern, in der, wie immer um diese Uhrzeit, restlos ausverkauften Orleanshalle sicher nicht antun. Spielbeginn: Durch diesen einen Satz immer noch wacklig auf den Beinen begann man das Spiel sichtlich nervös und lies Garching immer wieder rankommen. Garching versuchte immer wieder das Spiel schnell zu machen, aber die Männer um Matze „Beast from the East“ Petau waren einfach zu schnell für die 300 Mann aus Garching. Obwohl man vorne einige Bälle wegwarf, von denen der ein oder andere Wurf beim Football als Field-Goal zu Punkten geführt hätte. So ging man mit einer 15:14 Führung in die Halbzeit.

Gerüchten zufolge sah diese Halbzeitansprache vom Trainer so aus: „Jungs, atmet erstmal durch und trinkt einen Schluck.“ Rhetorische Pause. „Wenn ihr weiter so steht und einfache Tore im Angriff werft, werde ich nicht mehr kommen.“ Die Erleichterung, die sich breit machte, sollte sich sofort auf dem Spielfeld bemerkbar machen! Zusätzliche Motivation kam von unserem jungen Riesen, wollte man ihm doch seinen Geburtstag nicht versauen. So sang man vor der zweiten Halbzeit ein kleines Ständchen, das selbst der Tölzer Knabenchor nicht besser hätte singen können. Und beim Gegner offensichtlich für die nötige Verwirrung sorgte, da man sich bestimmt schon fragte, ob man bei Ost neuerdings schon in der Halbzeit der drohenden Unterhopfung entgegenwirke. Und selbst die Ostler wollten ihren Augen nicht trauen, bei dem was sich in den folgenden Minuten abspielte. Anstatt wie gewöhnlich den Vorsprung nach der Halbzeit abzugeben, spielten sich die Ostler förmlich in einen Rausch, dass selbst die M1 auf einmal vor Neid erblasste. So sah es also aus, wenn die Fahr-Truppe ihre Muskeln spielen lässt. Erinnerungen an die regelmäßigen Reisen aus den Trainingsspielen am Donnerstagabend wurden wach … Überzahlsituationen wurden clever ausgenutzt, erste und zweite Welle wurden konsequent ausgespielt und athletisch und konditionell war man dem Gegner weit überlegen. Das was an Würfen noch auf das eigene Tor kam, wurde von Stiller entschärft oder die Würfe waren so schlecht, dass man hier schon von Verweigerung sprechen kann. So führte man 10 Minuten vor dem Ende mit 12 Toren – immer noch ohne einmal gewechselt zu haben wohlbemerkt. Doch dann der Supergau und nun drohte das Ganze in der 51. Spielminute doch nochmal zu kippen: Coach Fahr betrat die Platte – der Fuchs musste dringen vom Spielfeld, da bei ihm im Heim um diese Uhrzeit sonst schon die Lichter ausgemacht werden. Schock im Stadion. Nur die M1 atmete auf, sie erkannte, dass sie zumindest besser waren als Garching. Denn DAS hätten wir gegen die M1 nie gemacht. Demütigung pur. Sportliche Fairness wird halt bei Ost immer GROß GESCHRIEBEN! Kurzzeitig übernahm der Doege an der Seitenlinie das Sagen und nahm eine clevere Auszeit 7 Minuten vor dem Ende, um dem Trainer nochmal die Möglichkeit zu geben etwas Luft zu holen. Carstens Bilanz in 8 Minuten Spielzeit: 3 nicht angekommene Bälle - einer davon zerstörte nach Angaben der Verantwortlichen die Hallenbeleuchtung und – immerhin - 1 Tor. In der 58.Minute war dann Schluss mit lustig. Nachwuchstalent Max S. betrat das Spielfeld, holte spektakulär einen Siebenmeter raus und verwandelte diesen eiskalt. Die Punkte blieben in der Festung.

Es spielten: Alex; Max, Matze, Niko, Carsten, Anjan, Julian W., Benni; Fuchs. Einfach clever diese M2! Garching muss man an dieser Stelle allerdings zu Gute halten, dass diese trotz des Frustes sportlich immer fair waren. Zumal im Hinspiel ausgerechnet Uwe das entscheidende Tor geworfen hatte. Nur die M1 zittert wieder. Nach einem entspannten „Testspiel“ in der BOL rückt der nächste Donnerstag immer näher. Nur Christian W. (Spieler durch die Red. geschützt) nicht mehr. Schaffte er doch den Sprung in den M2 Kader. Ein großes Dankeschön und herzlichen Glückwunsch noch zu Benni. Danke für diesen und evtl. kommende Einsätze und Glückwunsch zum ersten Sieg bei der M2. Kisten werden besonders gerne Donnerstagsabends angenommen, nachdem der M1 wieder die Grenzen aufgezeigt wurden. „Überfahren macht einfach mehr Spaß.“ In diesem Sinne - bis Donnerstag.

 

 

 

 

KickertreffLogo